Klosterabend digital am 3. März 2021 um 19 Uhr

10. Februar 2021

Die Kirche muss das Gewissen des Volkes sein

Entscheidung, politisches Handeln und Widerstand

Soll sich Kirche in aktuelle gesellschaftliche und politische Fragen einmischen? Soll sie in bestimmten Situationen Einspruch erheben oder sogar Widerstand leisten?

Am Bursfelder Klosterabend – online (3. März, 19.00 Uhr) beleuchtet Sr. PD Dr. Nicole Grochowina diese Fragen am Beispiel der Theologie Walter Hümmers.

Der Pfarrer und Mitbegründer einer evangelischen Ordensgemeinschaft mahnte im Jahre 1934, die Kirche müsse „das Gewissen des Volkes sein“. Sie habe nicht vom „Dritten Reich“ zu künden, sondern vom ewigen Reich.

Ihr gesellschaftliches Wächteramt verpflichte die Kirche, sich „um des Evangeliums willen“ einzumischen, gegebenenfalls auch Widerstand zu leisten. Hümmers Theologie des Widerstands ist zeitlos, denn sie bindet das Gewissen an einen „ewigkeitsverankerten Glauben“. 

Dieser kann zu jeder Zeit und in jeder politischen und gesellschaftlichen Situation helfen, die Geister der Zeit zu unterscheiden und dem Gewissen zu folgen.

Der Vortrag führt in den theologischen Ansatz Walter Hümmers ein und nimmt aktuelle Fragen kirchenpolitischen Handelns in den Blick.

Sr. PD Dr. Nicole Grochowina ist Dozentin am Lehrstuhl
Neuere Kirchengeschichte der Friedrich Alexander Universität Nürnberg/Erlangen. Sie ist Schwester der ev. Communität Christusbruderschaft Selbitz.

Der Vortrag findet am 3. März um 19 Uhr online über Zoom statt.

Bitte melden Sie sich unter https://kloster-bursfelde.gottesdienst-besuchen.de an. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Sie erhalten eine Bestätigung und den Teilnahmelink. 

Der Vortrag ist kostenlos, um Spenden wird herzlich gebeten.

Bursfelde Klosterabend

Das Thema „Entscheidungen – Unterscheidungen“ soll in diesem Jahr auf verschiedene Weise in den Bursfelder Klosterabenden thematisiert werden. Der erste Abend (3.3.) von Schwester Nicole Grochowina geht der Frage nach, wie politische Entscheidungen zum Handeln und gegebenenfalls auch in den Widerstand führen können. Der Jesuitenpater Stefan Kiechle
gibt am zweiten Abend (19.5.) Einblicke in die Tradition der „Unterscheidung der Geister“ nach Ignatius. Sein Beitrag verspricht Hilfen für das Treffen von „guten“ Entscheidungen. Den dritten Abend (17.11.) gestaltet der Bursfelder Abt Thomas Kaufmann. In seinem Beitrag geht es um „Luthers Theologie als Kunst des rechten Unterscheidens“.