Bilder und Reaktionen zum Bursfelder Abendgebet in den Häusern

Das Bursfelder Abendgebet kann zur Zeit nicht in der Klosterkirche stattfinden.  Wir freuen uns über viele Menschen, die sich unserem Aufruf angeschlossen haben, das Bursfelder Abendgebet verbindlich zu übernehmen und zu Hause zu feiern. Einige Rückmeldungen haben uns dazu schon erreicht - die wir gerne hier mit Ihnen teilen... 

Das Abendgebet zu Hause zu feiern, hat den Blick geweitet. Weg von der Krise und wieder hin zu meinem Glauben. Die Ausrichtung zum Himmel hat mich geerdet. Ich habe mich mit Bursfelde und dem Freundeskreis verbunden gefühlt. Es war schön, im kleinsten Kreis zu Hause zu beten. Sowas mache ich sonst nur im Hauskreis.

A. aus Göttingen

Eben haben wir das Abendgebet gefeiert. Wie schön, dass ihr uns die Texte und sogar das Geläut schenkt. Danke dafür. Es war, auch im sehr kleinen Kreis (zu zweit), sehr ergreifend und wir fühlten uns mit Bursfelde verbunden. Wir wünschen allen Menschen viel Geduld und Besonnenheit, vor allem aber Gesundheit in dieser ungewöhnlichen Zeit. Mit Gottes Hilfe werden wir diese Krise überstehen, und vielleicht sogar gestärkt hervorgehen. Mit so lieben Ritualen sind wir gut gerüstet.

C. und S. aus Oldenburg

Die Dreifaltigkeitsikone erinnert uns an die Gegenwart Gottes; der Globus macht uns die Not der Welt bewusst; im Abendgebet um 18 Uhr wissen wir uns mit vielen im Gebet verbunden.

K. u. R. aus Dransfeld


Eine geübte Gebetszeit und -form hineintragen in den häuslichen Raum - für uns auch ein kleines Abenteuer. 
Und mit einem Mal ist es in einer guten Selbstverständlichkeit möglich mich durch Zeit und Raum zu versetzen und zu verbinden mit Menschen, die vor meinem inneren Auge und im Herzen auftauchen aus den Gottesdiensten, den Abendgebeten, dem Ostersingen,der Apfelernte, aus Exerzitien und Weggemeinschaften. Gemeinsam beten.
Vorwärtsgewandt ist es eine aufregende Erfahrung, mit mir aus anderen Zusammenhängen vertrauten Menschen auch dieses nahe Erleben von Gebet, Gesang und Fürbitte zu teilen.
 

J. und J. aus Göttingen

Im Gebet verbunden

Seit mehr als 40 Jahren beten wir jeden Abend um 18 Uhr in der Klosterkirche das Abendgebet. Menschen versammeln sich, mal viele, mal wenige, mal betet auch nur eine Person zusammen mit den Heiligen und Engeln.

Die Versammlung zum gemeinsamen Gebet ist jetzt nicht mehr möglich. Gottesdienste fallen aus, Kirchen sind geschlossen. Die Möglichkeit zum gemeinsamen Beten und Singen ist uns gerade genommen. Das dient unserem Schutz. Das dient der Erhaltung von Leben.

Nun ist etwas anderes wichtig: Denn zu allen Zeiten haben Christinnen und Christen nicht nur in Gemeinschaft gebetet, sondern auch allein. Beides ergänzt und befruchtet sich: Das gemeinsame Gebet und das einsame Gebet.

Es war sehr berührend, als wir miteinander für unsere Nachbarn gebetet haben. Einige von ihnen arbeiten in der Uniklinik bzw. in einer Hausarztpraxis. Es tat gut, sie namentlich vor Gott zu bringen.

"Drum soll nicht Tod, nicht Angst, nicht Not von deiner Lieb mich trennen." - Diese Zeilen aus dem Lied "Mein schönste Zier" klingen in diesen Zeiten ganz anders. Sie singen mir Zuversicht ins Herz, auch für das, was vermutlich noch kommt.

S. aus Göttingen

Ja, es ist schon ganz anders, aber auch sehr berührend und tröstlich trotzdem so miteinander verbunden zu sein. 
Ich habe die Bursfelder Glocken per Lautsprecher zu Beginn läuten lassen...das tat sooo gut!
Danke für den Austausch mit euch allen. 

S. aus Knickhagen